Sowohl die CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin (Hauptabteilung Politik und Programm, Referent Hendrik Beckmann) als auch der Stadtverband der CDU in Rheinberg (Dr. Stephan Wedding) haben inzwischen auf meinen offenen Brief vom 7.2.2026 an die CDU geantwortet: Freundlich, ausführlich, persönlich. Und dies, obwohl ich gar kein CDU Parteimitglied bin. Das freut mich natürlich! Letzlich ist schon klar, dass es einer umfassenden Reform des Sozialstaates bedarf, bevor er uns in wenigen Jahren um die Ohren fliegt. Allerdings darf man – wie in meinem Fall – nach 40 – 45 Jahren nicht einfach gravierend die Spielregeln ändern und dies mit Beschimpfungen der „hart arbeitenden Bevölkerung“ (kann ich auch nicht mehr hören) verbinden.
Weblog
-
Offener Brief an die CDU
Betreff: Bitte um Beendigung der Beschimpfung
Sehr geehrte CDU,
ich möchte Sie bitten damit aufzuhören, mich als faul, Lifestyle-Teilzeitarbeitnehmer, übermäßig Krankfeiernder und was Ihnen bzw. einigen Ihrer realitätsfernen Parteigremien sonst noch so einfällt, zu beschimpfen.
Außerdem möchte ich Sie als Partei in maßgeblicher Regierungsverantwortung darum bitten, langjährig bestehende Versprechen bzw. Gesetze einzuhalten. Dies betrifft in meinem Fall insbesondere bestehende Rentenregelungen für langjährig und/oder besonders langjährig Versicherte sowie Regelungen bezüglich des Arbeitslosengeldes I für Versicherte über 58 Jahre.
Ich werde dieses Jahr 62 Jahre alt, zähle mich zur Mittelschicht und blicke auf eine ca. 45-jährige ununterbrochene Erwerbsbiografie ohne nennenswerte Krankheitsfehltage – seit knapp 40 Jahren in der Pflege – zurück. Vor ca. 6 Jahren entschied ich mich, von Vollzeit auf 80% Teilzeit (= 4 Tage in der Woche) zu gehen, weil ich als Pendler zusätzlich ca. 10 Stunden pro Woche Arbeitsweg hatte, jetzt sind es ca. 8 Stunden pro Woche. Dieser Schritt diente und dient meiner Gesunderhaltung, um bis zum Rentenbeginn überhaupt erwerbstätig sein zu können. Es ist aber nicht so, dass ich die verbleibenden 20% meinem Lifestyle fröne, sondern selbstständig nebenberuflich tätig bin.
Nun, ich bin nicht Mitglied der CDU, jedoch wählte ich in den letzten 20 – 30 Jahren bei Wahlen überwiegend Ihre Partei. Zusammen oder abwechselnd mit den Grünen. Die Regierungskoalitionen in NRW, Schleswig-Holstein und BaWü entsprechen meinen Wunschkonstellationen. Allerdings überlege ich angesichts Ihrer jüngsten, eingangs geschilderten Entgleisungen mein Wahlverhalten zu ändern. Vielleicht wähle ich beim nächsten Mal – allerdings mit größter Überwindung – die Linken. Wiedereinführung der Vermögenssteuer, Sicherung des Rentenniveaus, klingt doch ganz gut für mich …
Also noch einmal mein eindringlicher Appell: Hören Sie sofort auf, die „hart arbeitende Mittelschicht“ zu beschimpfen, zu gängeln und zu vergrätzen. Sonst, so befürchte ich, wird es für die CDU zukünftig mit erheblichen Wahlschlappen enden. Was ich so höre, in meiner kleinen Welt …
Mit freundlichen Grüßen
Holger Schmitte
Email an die CDU-Bundesgeschäftsstelle (gesendet am 7.2.2026)
-
APN-Gesetz?
Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die aktuell 21. Legislaturperiode heißt es in den Zeilen 3488 – 3490: „Kurzfristig bringen wir Gesetze zur Pflegekompetenz, Pflegeassistenz und zur Einführung der „Advanced Practice Nurse“ auf den Weg […]“. Das wäre natürlich ein entscheidender Schritt und aus meiner Sicht für Deutschland sehr zu begrüßen!
-
Hallo Welt!
Willkommen auf meiner Website nach meinem aktuellen Relaunch! Nach und nach werde ich nun Inhalte meiner alten Website „migrieren“ und natürlich auch neue Inhalte zur Verfügung stellen.